Gute Nachrichten gesucht!

veröffentlicht 09.01.2026 von S. Svoboda, Ev. Dekanat Vogelsberg

Die Jahreslosung fordert uns auf, Hoffnungsreporter zu werden: Menschen, die das Gute entdecken und davon erzählen. Das findet unsere Diakonin Susanne Svoboda. Lasst euch dazu einladen!

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5) – so lautet die Jahreslosung für 2026. Ein kraftvolles Versprechen aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes.

Doch Hand aufs Herz: Wie oft hören wir solche guten Nachrichten? Wenn wir morgens das Radio einschalten oder durch die Schlagzeilen scrollen, begegnen uns Krisen, Konflikte und Katastrophen. Manche Menschen vermeiden inzwischen bewusst, Nachrichten in der Presse zu verfolgen – nicht aus Desinteresse, sondern weil es sie einfach zu traurig macht.

Dabei gibt es so viel Gutes zu berichten! Eine aktuelle Studie im Fachjournal Nature Medicine zeigt: Schon 3.000 Schritte am Tag können unser Gehirn schützen und den geistigen Abbau um Jahre verzögern. In Deutschland haben Erneuerbare Energien einen steigenden Anteil an der Stromerzeugung. Laut Tagesschau24 betrug der Anteil rund 64 Prozent der inländischen Stromerzeugung in den Monaten August und September 2025. Und es wurden 2025 wieder viele Patente angemeldet, der Erfindergeist ist also produktiv so Tagesschau24. 

Drei gute Nachrichten, die zeigen: Erneuerung geschieht. Im Körper, im Klimaschutz und Kreativität. Manchmal im Großen, oft im Kleinen. Der Prophet Jesaja fragte schon vor Jahrtausenden: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf – erkennt ihr’s denn nicht?“ (Jesaja 43,19)

Das „Siehe!“ der Jahreslosung ist eine Einladung zum genauen Hinsehen. Es fordert uns auf, Hoffnungsreporter zu werden: Menschen, die das Gute entdecken und davon erzählen. Nicht weil sie die Probleme der Welt ignorieren, sondern weil sie wissen: Wo Menschen von Hoffnung erzählen, wächst Mut. Und wo Mut wächst, verändert sich etwas.

Was wäre Ihre gute Nachricht für dieses Jahr? Vielleicht ein Vorhaben, auf das Sie sich freuen? Ein Mensch, für den Sie dankbar sind? Eine kleine Veränderung, die Sie wagen wollen?

Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5) Vielleicht fängt das Neue ja heute an – mit einem Spaziergang, einem Gespräch oder einem Blick auf das, was gut ist.

Susanne Svoboda

Diakonin im Nachbarschaftsraum Am Vogelsberger Himmelborn