Dankeschön für Ehrenamtliche in den Gemeinden

veröffentlicht 14.09.2026 von T. Schlitt, Ev. Dekanat Vogelsberg

Evangelisches Dekanat Vogelsberg veranstaltete Dankes- und Informationsabend für Kirchenvorstandsvorsitzende

Sie setzen sich für die Kirchen in ihren Ortsgemeinden ein, planen Gemeindefeste, unterstützen die Gottesdienste und erledigen alles, was es braucht, damit das Leben der Gemeinden läuft: die Kirchenvorstände (KV) mit ihren Vorsitzenden. Im kommenden Jahr geht die aktuelle Amtsperiode der Kirchenvorstände in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu Ende. Das Evangelische Dekanat Vogelsberg nutzte daher die jährlich stattfindende Vorsitzendentagung dieser Gremien, um mit einem gemeinsamen Abendessen in froher Runde den Ehrenamtlichen für ihr wertvolles Engagement zu danken.

Gut hundert Vorsitzende der amtierenden Kirchenvorstände waren vor wenigen Tagen der Einladung in die Lauterbacher Gaststätte Posthotel Johannesberg gefolgt. Die nachfolgende Tagung eröffnete Präses Martin Reibeling trotz der herausfordernden Zeiten ganz im Sinn der Freude am gemeinsamen Tun und am gemeinsamen Glauben. Dekanin Dr. Dorette Seibert dankte den Ehrenamtlichen für ihr Mitwirken am Gelingen des Gemeindelebens sowie ihr Mitgestalten am Zukunftsprozess der EKHN gerade in der aktuellen Amtsperiode. „Gemeinsam haben wir viel erreicht“, führte die Dekanin aus und verwies auf die Errichtung der Nachbarschaftsräume, die zum 1. Januar des kommenden Jahres allesamt konstituiert sein werden.

Zu diesem Prozess gehört auch eine Verwaltungsreform, die die Landeskirche bereits angestoßen hat: Um die Verwaltungen der nun erheblich größeren Einheiten zu professionalisieren und die Ehrenamtlichen sowie die Verkündigungsteams in den Nachbarschaftsräumen zu entlasten, wird die EKHN künftig Verwaltungsleitungen einsetzen, die als Bindeglieder zwischen dem Nachbarschaftsraum, dem Dekanat und der Kirchenverwaltung fungieren sollen. Armin Habermann, Leiter der Regionalverwaltung Oberhessen, stellte den Kirchengemeinden Details und Zeitplan dieser Maßnahmen vor. Er betonte, dass die Stellen für die Verwaltungsleitungen zusätzlich zu den aktuellen Sekretariatsstellen in den Nachbarschaftsräumen entstehen und bei der Landeskirche angesiedelt sind.

Das zweite große und aktuelle Thema für die Kirchenvorstände ist die bevorstehende Kirchenvorstandswahl. Hierzu hatte Transformationsunterstützerin Susanne Kuzinski viele hilfreiche Informationen mitgebracht: Sie skizzierte die Zeittafel und stellte verschiedene Handreichungen und Informationskanäle vor. Von großer Bedeutung seien die Fragen: Wofür steht der Nachbarschaftsraum? Und: Welche Kandidaten brauchen wir? Explizit ging die Rednerin auf die Wählbarkeitskriterien ein, die u.a. besagen, dass Menschen, die sich mit Handlungen und Äußerungen gegen christliche Werte wie Menschlichkeit, Achtung und Respekt wenden, nicht in kirchliche Gremien der EKHN wählbar sind. Kuziniski hatte außerdem noch viele Tipps zur Vorbereitung der Wahl mitgebracht.

Weitere Informationen hatten Dr. Carolin Braatz, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene, sowie Petra Jahnel und Maria Hoyer von der Mitarbeitendenvertretung (MAV) für die Teilnehmenden dabei.

So gestaltete sich der Abend mit den KV-Vorsitzenden wertschätzend, informativ und auch gesellig. Zum Ende der Veranstaltung lud die Dekanin die ehrenamtlichen Vorsitzenden der KVs ein, sich bei allen Fragen, die sie haben, Hilfe zu suchen: „Wir unterstützen Sie gern.“